AG für Tiergesundheit

Praxisfälle

März 2017: Xylit/Birkenzuckervergiftung bei einem Hund

Birkenzucker / Xylit ist häufig in zuckerfreien Kaugummis und Zeltli/Bonbons enthalten. Es kann auch als Zuckerersatz zum Backen verwendet werden. Ein Hund hatte in der Nacht eine Packung Xylit Zeltli gefressen. Das entspricht ungefähr 60 Gramm Xylit. Für einen Hund wird Xylit ab 1/10 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht gefährlich bis lebensbedrohlich. Unser Patient wog 17 kg, d.h. er hatte ein Mehrfaches der gefährlichen Dosis aufgenommen. Der Hund wurde bei Bewusstsein, aber geschwächt in d…

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Februar 2016: Darmverschluss durch Blutklumpen

Der Fall: Ein Anruf am Sonntagabend. Eine Kuh frisst nicht, gibt keine Milch mehr und hat ein wenig Untertemperatur. Kurze Zeit später auf dem Betrieb wird die Kuh untersucht. Der Pansen läuft kaum, die Kuh ist „tuch“ (müde). Die Schleimhäute sind blass. Bei der weiteren Untersuchung fällt noch auf, dass die rechte Bauchseite umfangsvermehrt ist, und beim Hin- und Herschwingen des Bauches ist ein Plätschergeräusch hörbar. Bei der Untersuchung mit dem langen Handschuh sind nur dicke Blutklumpen …

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Dezember 2015: Pyelonephritis (Nierenbeckenvereiterung)

Der Bauer hat uns angerufen, weil er glaubte, dass seine Kuh am Abortieren ist. Die Kuh hatte Blut an der Scham und Bauchweh gezeigt. Sie war zu dem Zeitpunkt knapp 9 Monate trächtig. Bei der klinischen Untersuchung kam heraus, dass mit dem Kalb alles in Ordnung war. Die Kuh hatte jedoch starken blutigen Harn. Die Verdachtsdiagnose war eine Harnblasenentzündung oder eine Nierenentzündung. Folglich wurde eine Therapie mit hochdosiert Penicillin und einmalig Schmerzmittel begonnen. Die Kuh spra…

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Juli 2015: Scheunenbrand

Wir wurden morgens von der Polizei alarmiert und zu einem brennenden Rinderstall gerufen. Bei unserer Ankunft war die Feuerwehr noch dabei die lichterloh brennende Scheune zu löschen. Die meisten Kühe waren auf eine Weide hinter dem Stall getrieben worden. Sie wiesen unterschiedliche Verbrennungen und Verletzungen auf, eine war im Laufhof festliegend. Je nachdem, wo sich die Kühe zum Zeit des Brandes, bzw. der vermuteten Explosion befanden, hatten sie die Läsionen am Kopf, auf dem Rücken, der s…

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Juni 2015: Absetzdurchfall

Durchfall nach dem Absetzen Auf sehr vielen Betrieben beginnen die Ferkel 4 bis 10 Tage nach dem Absetzen mit Durchfall. Es kann zu akuten Todesfällen kommen, häufig werden die Ferkel aber mager und wachsen sehr schlecht. Der Durchfall kann sehr wässrig sein, aber auch wie unverdautes Futter aussehen. Sehr oft wird Antibiotika eingesetzt und das Problem ist somit behoben. Die Frage ist nun, ob es auch ohne geht. Etwa 60% aller Ferkel werden ohne Antibiotika abgesetzt. Was geschieht mit der Verd…

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